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Irene Leicht

Impulse

Engelszungen

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. (1 Kor 13,1)

Ein Gong, der dröhnt und scheppert - eine Handpauke oder Zimbel, die metallen lärmt: Wer will da zuhören? Wer ergreift da nicht instinktiv die Flucht?

In seinem hohen Lied identifiziert Paulus mit diesen Klangkörpern Menschen, die vielleicht wortgewandt, sprachbegabt und himmlisch reden können und denen doch das Entscheidende fehlt: die Liebe.

Doch kann man die Liebe „haben“? Nein, würde ich sagen. Sie ist kein Besitz. Sie ist göttliche Wirklichkeit. Sie fließt uns zu. Wir öffnen uns für sie und empfangen sie, mit jedem Atemzug neu. Diese Empfängnis verwandelt uns wesenhaft. Und so kann es uns gelingen, herzlich zu sprechen.

Ein solches Sprechen öffnet und berührt, verwundet und heilt gleichermaßen. Dass wir es wagen, so miteinander zu kommunizieren, liebevoll, von Herz zu Herz - das wäre schön!

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