Einfälle
Nach Pfingsten 2026
„Wer es könnte / die Welt / hochwerfen / dass der Wind / hindurchfährt.“
Pfingsten antwortet auf diese Sehnsucht, die Hilde Domin so wunderbar auf den Punkt bringt.
Sie, die Heilige Geistkraft, kann es:
die Erde himmeln, durchwehen und zurechtschütteln.
Wenn wir es doch zuließen…
Osterlied 2026
Pechvogel, Glücksmarie
Loser, Königskind
Mauerblümchen, Herzensbrecher
Sunnyboy, Dramaqueen
Kleine Litanei von Tuwörtern
warten – mit langem Atem
da sein – mit leeren Händen
hoffen – mit offnem Herzen
Du bist gegenwärtig, hier und überall
Gedankensplitter
warten: Dieses eine Wort hat zwei unterschiedliche Bedeutungen. Im geistlichen Leben treffen sie zusammen. Wir warten, harren aus, hoffend, dass die göttliche Wirklichkeit wirkt und sich zeigt. Indem wir so warten, pflegen wir die Beziehung, warten wir sie - natürlich nicht wie technisches Gerät, sondern wie etwas Lebendiges und atembraubend Kostbares. In diesem doppelten Sinn also: frohes Warten!
Komfort beinhaltet Trost (vgl. englisch comfort). Raus aus der Komfortzone würde dann auch heißen: Raus aus dem Trostbereich. Geht es dabei um die Kraft, untröstlich zu sein? Denn das ist eine Kraft. Wider den falschen Trost, wider die Vertröstung, den Trostpflästerchen zum Trotz: untröstlich sein und bleiben angesichts des Schrecklichen allerorten und allezeit.
Neulich ist mir dieses Zitat begegnet. Es wird Ken Wilber zugeschrieben und lautet: "Wir beginnen elitär und enden egalitär." Das sollte der Zielpunkt sein: Die Gleichheit, die gleiche Würde aller!