Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. (2 Tim 1,7)
Nach einem Urlaub wieder starten, eine Fülle an Aufgaben wahrnehmen, rundum beschäftigt sein: Da mag die Erinnerung an diesen Vers aus dem Brief an Timotheus hilfreich sein.
Ich bin verzagt und voller Furcht, manchmal auch lahm und wie gelähmt oder ich fühle mich überfordert – und höre: Gib diesem Geist der Furcht nicht so viel Raum. Etwas anderes ist dir gegeben: Kraft, Liebe und Besonnenheit.
Diese drei gehören zusammen, ergänzen und begrenzen sich. Kraft ist dynamische Energie. Sie kann auch mal übers Ziel hinausschießen. Und Liebe, als Haltung der Zuwendung, kann sich leicht zu sehr verschwenden. Dann droht sie zur „Hergabe“ entstellt zu werden, statt Hingabe zu sein. Deshalb braucht es als Dritte im Bunde die Besonnenheit. Diese schafft Abstand und schenkt das gute Maß. Damit sich mit Schwung tun lässt, was zu tun ist, ohne vorschnell zu ermüden. So ist Zuwendung zu Menschen und Aufgaben möglich, ohne sich darin zu verlieren.
Also: Es lebe die Besonnenheit!